Hilfe für Partner

„Einer ist immer der Sandsack“, wird häufig behauptet.

Das ist wohl auch in jeder emanzipierten Partnerschaft so und hat auch seinen Reiz.
Was ist aber, wenn sich ein Suchtmittel als dritter Partner in die Beziehung einschleicht und die dominierende Rolle übernimmt, wenn sich alles nur noch um dieses Thema dreht?
Jetzt wird die mitbetroffene Person zum Dauersandsack. Ausweichen ist kaum möglich. Selbstvorwürfe, Ratlosigkeit, Wut und immer wieder Hoffnung auf Besserung bestimmen den Alltag. Gemeinsame Kinder, materielle oder sonstige Abhängigkeiten werden zu unlösbaren Fesseln.

Selbst bei häuslicher Gewalt wird aus Angst vor einer vermeidlichen Blamage geschwiegen. Viele Verheiratete fühlen sich auch in dieser Situation verpflichtet durchzuhalten - in guten und in schlechten Zeiten war das Versprechen.
Hier geht es schon lange nicht mehr um einen Sandsack aus dem sportlichen Bereich. Hier wird jeder Partner zum Opfer. Suchtkrankheit bezieht immer auch den Partner mit ein.
In unseren Gruppen treffen sich Leidensgenossen (Weggefährten) die solche und ähnliche Situationen selbst erfahren haben. Mit ihnen kannst Du in geschütztem Raum über Lösungswege reden. Das Ziel ist immer die Zufriedenheit möglichst beider Partner. Jeder hat ein Recht auf ein glückliches Leben.

Männer

Für die meisten Männer sind ihre Frauen der "sichere Hafen": Als Mütter der gemeinsamen Kindern, immer noch oft, ganz klassisch, als "Hüterin des gemeinsamen Hauses", als intimste Vertraute, verlässliche Partnerin, Lebensgestalterin, Liebe des Lebens.
 
Die Alkoholsucht der eigenen Partnerin erschüttert diese so wichtigen und geliebten Grundfesten des gemeinsamen Lebens. Häusliche Aufgaben müssen neu aufgeteilt werden, das gesamte soziale Leben mit Kindern, Freunden, Verwandtschaft, Nachbarn verliert seinen Halt, die kranke Partnerin benötigt Unterstützung. Und die geliebte Frau geht zunehmend verloren... Für viele Männer ein ganz schweres Eingeständnis vor anderen und vor sich selber. Ein enormer Kraftakt.
 
Starke Emotionen und Ängste! Der Umgang mit Gefühlen ist für uns Männer sowieso oftmals schwer genug. Umso mehr, wenn uns etwas WIRKLICH nah geht....
 
In unseren Gruppen begegnen Sie Männern, die diese Gefühle und diesen Kummer kennen, hier können Sie sich öffnen!!!

Frauen

Wir Frauen empfinden „Verantwortlichkeit“ oftmals besonders stark. Erziehung, Rollenverständnis, gesellschaftliche Erwartungen - es kommt sicherlich alles ein bisschen zusammen. Diese wunderbare Fähigkeit verkehrt sich aber mitunter leider: Wir glauben, Verantwortung auch da übernehmen zu müssen, wo unsere Zuständigkeit schon längst zuende ist. Bei aller Nächstenliebe. Und dann müssen wir Abgrenzung lernen, ohne schlechtes Gewissen!! Wenn wir alkoholabhängige Partner, Nachbarn, Freundinnen oder Familienmitglieder haben ist es wichtig, sich richtig zu positionieren. Um uns selbst zu schützen und dem Betroffen möglichweise helfen zu können. Das ist nicht leicht, wir wissen das! In unseren Gruppen bieten wir Hilfestellung, aus der eigenen Erfahrung heraus - wir empfinden gerade die eigenen Erlebnisse als besonders wertvoll. Wir teilen sie gerne, kommen Sie uns besuchen!

Hilfe für Angehörige

Für Angehörige von betroffenen Personen haben wir eine Ansprechpartnerin, die selber in der Rolle steckt. Sie besucht regelmäßig die Gruppe und stellt sich gerne für euch zur Verfügung:

Bettina: ‭0151-15 76 07 49‬

Gruppenraum in der Holter Strasse 266

  • Montag: 19:30 Uhr
  • Mittwoch: 20:00Uhr
  • Donnerstag: 20:00 Uhr

Anfahrt

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